Coaching

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Sei es für eine erste Begegnung mit dem Cello oder für die Vorbereitung auf Ihr Studium. 

Verabreden Sie eine Zeit. Ich berate Sie auch gern bei der Beschaffung eines für Sie passenden Instruments.

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Cello, Klavier, Gitarre ... oder Chanson?

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Finden Sie Ihren Ausdruck dafür auf dem Ihnen angemessenen Instrument! Ich helfe Ihnen gern am Cello, am Klavier und der Konzertgitarre weiter und wenn Sie das Liedermachen oder Arrangieren lockt, so unterstütze ich Sie gern auch hier!

Wie ich zu meinem Cello kam ...

Mein eigener Weg begann sehr früh mit Einzelstunden auf der Blockflöte bei einer Lehrerin, die mich sehr bald in größere Ensembles und zu allerlei Konzerten mitnahm. Vor allem blieben mir die häufigen Ensembleauftritte im Herdecker Krankenhaus in Erinnerung, mit einer Spannweite vom Sopranino bis zum Subbaß, sowie der jährliche Besuch der Tage Alter Musik in Herne, wo ich die lebendige Vielfalt der Renaissance- und Barockmusik kennen und lieben lernte. Dort fühle ich mich wohl. 

Ich knüpfte freundschaftliche Kontakte mit Instrumentenbauern, die durch Briefe über Jahre hin erhalten blieben und lernte die hervorragendsten Musiker schon in den allerersten Schuljahren kennen, die später zum Teil wichtige Lehrer für mich wurden:  Frans Bruggen etwa, der Trotz nicht nur überschlagener, sondern sogar knotenhaft verschlungener Beine einen so überragenden Ton auf der Blockflöte kreierte. Mein letzter Lehrer auf der Blockflöte bei einem Meisterkurs in Bremen war dann er. - Da war dann allerdings schon längst das Cello als das zweite Instrument hinzugetreten. Ich sollte ja wegen der Schule ein Orchesterinstrument erlernen - etwas, was in meinen musikalischen Lebensplan eigentlich gar nicht passte, denn ich war mit dem reinen, ansatzfreien, frischen Ton der Blockflöte so glücklich! 

Im Grunde habe ich es dem Orchester nie so recht verziehen, daß es mich nicht mit der Blockflöte hat haben wollen. Wieso denn nicht, was gab es besseres? Es war die Last der Tradition des bürgerlichen Musiklebens, die ich unbewusst hier mitschwingen fühlte, dieses „So und nicht anders!“ was mich beklommen machte und mich eher dem, mit dem ich glücklich war, zu berauben schien, als dass es mich bereichern konnte. Den inneren menschheitlichen Wert des Orchesters konnte ich damals nicht kennen - ich hatte ja noch nie eines gehört!

Ich sollte mich später furchtbar an diesem merkwürdig wählerischen und für mich so unzugänglichen Orchester rächen - indem ich Dirigent wurde! Doch dazu später...

Erst einmal sollte ich in Herne bei den verschiedenen Instrumentenbauern, die dort jedes Jahr ausstellten, auf die Suche gehen und es stellte sich heraus, daß mir alles was so laut wie möglich schnarrte, eine Riesenfreude machte! Es lag also nichts näher, als meiner verblüfften Flötenlehrerin das Chalumeau, den Vorläufer der Klarinette als das Orchesterinstrument meiner Wahl zu präsentieren - ein fauler Kompromiss zwar gegenüber meiner Blockflöte, aber durchaus mit Spaßfaktor! Auch Dulcian, Pommer oder Krummhorn und etwas, das am ehesten dem Sauerstoffvernebler auf der Station meiner Mutter im Krankenhaus glich, kamen in Betracht - aber ich spürte ja schon intuitiv, wie dieses unbekannte Monstrum von Orchester tickt: Das würde es bestimmt nicht wollen! 

Sie dürfen raten, welches Instrument gemeint sein könnte und wenn Sie‘ s wissen - oder sogar selber spielen - schreiben Sie mir bitte eine Mai! Die Auflösung kommt weiter unten.

Zu meiner großen Desillusionierung kam von meiner ernsthaften Auswahl kein einziges Instrument in Betracht! Das Orchester konnte mir mittlerweile mal den Buckel herunterrutschen und so war klar, dass ich auf den Versuch, mich mit der schweren schwarzen Klarinette zu verkuppeln - voller abscheulicher Klappen und dazu genauso schwer zu blasen wie das Chalumeau, freilich ohne das lustige Schnarren dabei - nicht hereinfallen würde. Auf die Oboe wollte ich mich schon eher einlassen - natürlich die Barockoboe, wie sie es in Herne gab: leicht, aus hellem Holz und mit nur wenig Klappen. 

Aber nachdem mir auch dieser Zahn gezogen und ich auf die schwerere und metallbeladene schwarze Oboe eingestimmt war, kam die nächste Enttäuschung: Der Kinderarzt, der selbst Oboe spielte, hielt es für ausgeschlossen, dass ich, bei meiner immer wieder auftretenden Migräne, Oboe spiele. Und seinem Wort musste ich mich beugen. -  Heute weiß ich von betroffenen Kollegen, dass der Luftdruck beim Ansatz der Oboe keinen triggernden Einfluss auf die Migräne hat.

Ganz und gar frustriert von dem Orchester, das ich immer noch nicht gehört hatte, wurde ich von meiner resoluten, engagierten Flötenlehrerin in ein Schülervorspiel eines Bochumer symphonischen Cellisten in der Nachbarschaft geschleppt und - nach der Prozedur, die mich klanglich keineswegs beglückte, aufgefordert, vorzugehen und zu fragen.

„Fragen ... was denn?“ 
„Na - ob du bei ihm womöglich Cello lernen darfst!“
„Aha.“ 

Ich durfte. 
So kam ich zu meinem Cello...

... und wie es dann weiterging.

Unser Lehrer brachte nie sein Cello mit in den Unterricht - nur einmal im Jahr, in der Stunde vor dem Schülervorspiel, bei dem er einige Schüler begleitete. Eigentlich ist es nicht selbstverständlich, dass ich über all die Jahre hin beim Cello und bei ihm geblieben bin. Selbst stellte ich das erst - und auch nur innerlich - in Frage, als er, der vom Orchesterdienst offenbar auch nicht begeistert war, regelmäßig im Unterricht mit Knopf im Ohr Französisch lernte, um dann mit seiner Frau nach Frankreich auszuwandern und dort Schafe zu züchten. 

Das Eingebettetsein in ein kleines, aber voranschreitendes und dienstbar engagiertes Musikleben, wie ich es in Herdecke gekannt hatte, bekam so einen Riß. Nicht nur musste ich mich zwischen zwei Instrumenten aufteilen, sondern verlor auch bald darauf das bisher immer da gewesene Gefühl der von Begeisterung getragenen Unterstützung der Entwicklung meiner Fähigkeiten, als meine Flötenlehrerin mir überraschend sagte, daß sie mich nun bald nicht länger würde unterrichten können - ich sei über ihre Fähigkeiten allmählich hinausgewachsen. Das erstaunte mich sehr - und ich wollte es nicht wahrhaben.!

Die sichere, vertrauensvolle Bindung an seinen Lehrer oder seine Lehrerin ist in frühen Jahren wichtig für die freie eigene Entwicklung. Sie gibt Mut, Zuversicht und Entdeckerfreude. Später, wenn das Ich schon seelisch mehr erwacht, sucht es sich Anregung und Angebote und freut sich am Erforschen und Erproben seiner eigenen Urteilskraft. Hier ist der Lehrer dann der geschätzte Begleiter auf dem Weg in die Selbständigkeit.

 „Zeige mir nun, wie ich mein eigener Lehrer werde! Lass mich in meinem Urteil frei, doch wende deinen Blick nicht von mir, nicht dein teilnahmsvolles Interesse. Und lass mich immer wieder aus dem reichen Brunnen deiner menschlich-musikalischen Erfahrung schöpfen.“

 So etwa lautet jetzt die Aufgabe des Jugendlichen an den Lehrer. Und der wächst mit jedem jungen Menschen mit...